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Zuletzt aktualisiert: 10.03.2010 um 23:59 Uhr

Symbole, die nicht viel Zweifel offen lassen

Ein Blick auf Facebook offenbart die Nähe der Mariazeller FPÖ zur rechten Szene. Auch in Graz kam es zu einem gewaltsamen Zwischenfall mit Neonazis.

Foto © APA

"Skinheads Steiermark" steht in dicken Lettern auf dem Pullover des FPÖ-Spitzenkandidaten in St. Sebastian, Hans Ploderer. Dazu gibt es Bilder von einem Konzert der Band "Agitator", die es mit Textzeilen wie "Ich bleib' Nazi für alle Zeit" zu Ruhm in der Neonazi-Szene gebracht hat. Zu finden sind diese Fotos aus dem Jahr 2007 auf Facebook-Seiten bekannter Neonazis – aufgenommen wurden sie offenbar in der "Silvanabar" in Mariazell. Diese wird von Silvana Wallmann geführt, der Jugendreferentin der örtlichen FPÖ.

Für Edith Zitz von den Grünen zeigt sich, "wie die tief die FPÖ in der Neonazi-Szene verwurzelt ist". Zahlreiche Fotos von Gästen des Lokals finden sich auf der Homepage der Bar und auch diese sprechen eine eindeutige Sprache: Ob Hitler-Gruß oder Fanartikel von Neonazi-Bands – in dem Lokal tummelt sich augenscheinlich die rechte Szene.

Hans Ploderer findet sich auch auf der offen zugänglichen Facebook-Seite der FPÖ Mariazellerland wieder – diesmal jedoch neben FPÖ-Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann, der am Mittwoch jedoch nicht zu sprechen war. Öffentlich ist auch die MySpace-Seite des stellvertretenden Schriftführers der FPÖ Mariazellerland, Dominik Ungerböck, der auf seinem Profilfoto eine Jacke mit der Zahl 88 im Lorbeerkranz trägt – in der Neonazi-Szene würde das für "Heil Hitler" stehen.

Vorfall in Graz

Aufregung auch in Graz: Bei einer Feier in einem Lokal im Uni-Viertel Ende Jänner trafen rechte und linke Gruppierungen aufeinander. Gebrochene Nasen, Jochbeinprellungen und Ermittlungen wegen Wiederbetätigung waren die Folge. Die sieben rechten Burschen – gekleidet mit "Blood and Honour"-Shirts und Bomberjacken – sollen laut Zeugen "Heil H.C." und "Heil Hitler" gerufen sowie das "Horst Wessel-Lied" und "Die Fahne hoch! SA marschiert" gesungen haben.

Laut einem Artikel auf standard.at sind manche Betroffene Mitglied beim Ring Freiheitlicher Jugend. Armin Sippel, Grazer FPÖ-Klubchef und Ex-RFJ-Obmann weist das aber zurück: "Einige waren dabei, wurden aber längst ausgeschlossen".

Kleine Zeitung DIGITAL

Fotos gelöscht

Die Bildergalerie auf der Website der "Silvanabar" wurde mittlerweile entfernt. Auch einige Facebook-Profile wurden nach einer Presse-aussendung der "Grünen" über-arbeitet und Fotos ausgetauscht.

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